Liabi und Freihait

von Seraina Maria Sievi


Eine historische Liebesgeschichte, aufgeführt im Rahmen der Centenarfeier der ehemaligen Herrschaft Rhäzüns. Ein Freilichtspiel von Seraina Maria Sievi, Bonaduz. Regie: Georg Caminada, Rhäzüns. Aufführungen in der alten Tuffgrube südlich von Rhäzüns

 

Das Stück erzählt eine berührende Liebesgeschichte, die sich durch die Jahrhunderte zieht. Die Herrschaft Rhäzüns bestand vornehmlich aus den heutigen Gemeinden Rhäzüns, Bonaduz, Domat/Ems und Felsberg, sowie Obersaxen und Tenna. Unter Ulrich II. Brun (1367–1415) stieg die Herrschaft – neben dem Bischof von Chur - zu einer der mächtigsten in Graubünden auf. Die Gemeinden hatten Abgaben zu entrichten, Frondienste zu leisten und den Herrschaften zu huldigen. Die Bevölkerung von Rhäzüns und Bonaduz litt durch ihre Nähe zum Schloss besonders stark. Das Freilichtspiel zeigt die soziale und wirtschaftliche Realität,  sowie die Beziehung der Bevölkerung zu den Freiherren und den Habsburgern auf. Nach der Übergabe an den Kanton Graubünden im Jahre 1819 mussten sich die Gemeinden, um frei zu sein, von der Herrschaft loskaufen. Dies dauerte - je nach Vermögen - unterschiedlich lange.

 

Das Stück spielt in drei Zeiten: Der erste und der zweite Akt sind in der Zeit der Herrschaft von Ulrich II. Brun angesetzt, der dritte Akt spielt ein paar Jahre nach der Übergabe der Herrschaft von Habsburg an den Kanton Graubünden. Der Prolog und zwei Zwischenteile bilden die Rahmenhandlung, die in der Gegenwart 2019 spielt. 

Seraina Maria Sievi aus Bonaduz hat das Stück speziell für die Centenarfeier 2019 geschrieben. Georg Caminada aus Rhäzüns führt Regie.