Lysistrate   ( von Aristophanes)     Regie: Georg Caminada

Lysistrate, Frau eines athenischen Soldaten, in tiefer Unzufriedenheit über die Sinnlosikeit des langen Krieges zwischen Athen und Sparta, will nicht länger darauf warten, dass ihre Männer den Krieg endlich beenden und verbündet sich mit der Spartanerin Lampito. Sie zetteln eine Verschwörung an und überreden die Frauen Griechenlands zu sexueller Verweigerung und Besetzung der Akropolis unter Beschlagnahme der Staatskasse. Der Verdruss der Männer ist entsprechend gross.
Aber Lysistrate hält ihre unter der Verweigerung selbst furchtbar leidenden Geschlechtsgenossinnen wacker bei der Stange und erreicht dadurch am Ende zwischen den sexuell entsetzlich ausgehungerten Männern von Athen und Sparta den ersehnten Friedensschluss.
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Siebtens, stiehl ein bisschen weniger   ( von Dario Fo)     Regie: Georg Caminada

Im Mittelpunkt des bereits 1964 uraufgeführten Stücks steht die Tochter eines verstorbenen Friedhofwärters, die in einer Mischung aus Naivität und Idealismus von einer misslichen Situation in die nächste gerät und zugleich unfreiwillig an der Aufdeckung handfester politischer Skandale mitwirkt.
Auf ihrem Weg begegnet sie dabei zahlreichen skurrilen Figuren, deren Handeln und Auftreten die Welt als Irrenhaus erscheinen lassen.

Dario Fo ist kein verbissener Moralist, sondern liebt die Kunst der hemmungslosen Übertreibung und des ausgelassenen Spiels. Und so durfte man sich bei den Aufführungen auf eine Mixtur aus Komödie, Farce, politischer Satire, Pantomime, Slapstick und blühendem Unsinn freuen - trotz des ernsthaften Hintergrundes.
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Das Festkomitee   ( von Alan Ayckbourn)     Regie: Georg Caminada

Unsere Stadt soll schöner werden – unter diesem Motto versucht ein Festkomitee, bestehend aus lokalen Größen der englischen Kleinstadt Pendon, ein Festspiel auf die Beine zu stellen.
Höhepunkt der Feier soll die Aufführung des semi-historischen "Massakers der Zwölf von Pendon" sein. Doch wohl niemand der Komitee-Teilnehmer hätte mit der zerstörerischen Eigendynamik gerechnet, die dieses Unternehmen entwickelt, und welche die inszenierte Aufführung dem echten Massaker immer ähnlicher werden lässt ...
Schwarzer Humor, Action und Dramatik in einem kurzweiligen Theaterstück von Alan Ayckbourn. Mit mittlerweile über 60 Theaterstücken zählt er zu den fleißigsten und berühmtesten Theaterautoren Englands. Seine Stücke sind weit über dessen Grenzen bekannt und wurden teilweise in über 40 Sprachen übersetzt.
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Locanda (frei nach Mirandolina  ( von Carlo Goldoni )     Regie: Georg Caminada

In ihrem Florentiner Gasthaus beherbergt die hübsche und intelligente Wirtin Mirandolina die verschiedensten Herren und kaum einem ist nicht daran gelegen, um ihre Gunst zu werben.
Sowohl der reiche Graf als auch der arme Marquis setzen ihr Möglichstes daran der schönen Wirtin zu gefallen, doch sie weist die materiellen Güter des Grafen ebenso spöttisch zurück wie die Protektion des Marquis.
Ihr ist vielmehr daran gelegen, den arroganten, frauenverachtenden Ritter, mit allen Waffen einer Frau zu umgarnen, weil sein Desinteresse ihrem Seelenfrieden zu schaffen macht.
Tatsächlich kann er sich der weiblichen List nicht erwehren und ist der hübschen Wirtin schon bald ganz und gar verfallen. Nun schlägt sie ihn mit seinen eigenen Waffen.
Und dann ist da ja auch noch der Diener Fabrizio, der einen ganz besonderen Platz in ihrem Herzen einnimmt.
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Der Dieb der nicht zu Schaden kam  ( von Dario Fo )     Regie: Georg Caminada

"Wann darf ich endlich einmal in Ruhe klauen?" beschwert sich der Dieb Angelo Tornati, als ihn seine besorgte Frau bei der Arbeit anruft. Schliesslich will er ja nur seiner Arbeit nachgehen. Noch ahnt er nicht, dass der Anruf seiner Frau nicht die einzige Störung an diesem Abend bleiben wird. Dafür sorgt nicht nur der Hausherr, der kurz danach mit seiner Geliebten heimkommt, sondern auch dessen überraschend heimkehrende Frau und deren Freund. Als sich schliesslich die Ehefrau des Diebes entschliesst, vor Ort nach ihrem Mann zu sehen ist das Chaos perfekt. Aber schliesslich ist ja alles nur ein Missverständnis!

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Anstreicher sind vergesslich...  ( von Dario Fo )     Regie: Georg Caminada

... das ist aber nicht das einzige Problem, mit dem der Chef und sein Geselle zu kämpfen haben, als sie bei Giorgios Witwe Vorhänge auswechseln sollen. Neben den wackeren Anstreichern tauchen eine Leiche, die keine ist, eine eifersüchtige Witwe und diverse Mitarbeiterinnen und Besucher eines Etablissements auf. Dass bei dieser brissanten Mischung nicht alles nach den Gesetzen der Logik abläuft und es zu Verwechslungen und Irrtümern kommt, darf nicht weiter verwundern...

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Hase Hase  ( von Coline Serreau )     Regie: Yuriko Caluori

Eine Tragikomödie mit Science-Fiction Touch

Vorn auf der Vorbühne behauptet Hase Hase, der jüngste Spross einer französischen Dutzendfamilie, dass es die Ausserirdischen waren, die ihn in den Schoss der Familie Hase praktiziert hätten, einer besonderen Mission wegen.
Mutter Hase hat derweilen andere Sorgen: der Vater ist arbeitslos, der Erstgeborene wird von den Bullen als Terrorist gejagt und abgeführt, die eine Tochter will sich scheiden lassen, die andere sagt gleich auf dem Standesamt Nein. Mutter Hase muss die Familie zusammenhalten, und ihr gelingt sogar der Coup im Denunziationsbüro der Streitmacht der Neuen Ordnung - weil Hase Hase mit ihr ist.
Eine wunderbare Farce der französischen Schauspielerin und Filmregiesseurin Coline Serreau, die in einer "Zeit der Müdigkeit" das lachen retten und Zeugnis ablegen wollte.
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Anni B. oder die fünf Gesänge der Not  ( von Mariella Mehr )     Regie: Georg Caminada

Situation:

Animiert durch den Neuzugang Anni B. beginnen die 8 PsychiatriepatientInnen der gemischten Abteilung in der Psychiatrischen Klinik Sankt Petersberg deren Geschichte zu inszenieren.
Eine Groteske, durch die sich jeder für sich in die Geschichte seines persönlichen Wahns verstrickt.

Textauszüge:

Alle:
Auf leisen Sohlen kommt der Tod
Verspricht im weissen Kittel Frieden
Der Friede trügt, Das Blut ist rot
Die weisse Revolution, das ist der Tod
Und frisst nun seine Kinder.

(entmachteter) Chefarzt:
(feige leidend, winselnd, bettelnd)
Ich wollte doch nur meinen eigenen Krieg, meinen eigenen, kleinen Krieg, mein ganz persönliches, weisses Krieglein. Was kann daran so schrecklich sein, wenn es alle tun. Alle haben ihren Krieg, ihren ganz persönlichen Krieg. Ich wollte nichts als den meinen. Einen schönen, kleinen Krieg. Mein schöner kleiner Krieg, mein schöner weisser Krieg.
(kindisch trotzdend)
ICH WILL MEINEN KRIEG WIEDERHABEN.
GEBT MIR MEINEN KRIEG WIEDER.
GEBT MIR MEINEN KLEINEN, WEISSEN KRIEG ZURÜCK

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Zieh den Stecker raus, das Wasser kocht  ( von Ephraim Kishon )

Sollten Sie rein zufällig Ihre Tischdecke mal mit Kaffee vollkleckern, ein guter Rat: Stecken Sie das gute Stück um Himmels Willen nicht in die Waschmaschine. Ihr Missgeschick könnte glattweg Kunst sein und damit bares Geld bringen.
Allerdings müssten Sie es noch schaffen, einem mehr oder minder bekannten Kunstkritiker in Ihre Bude zu schleifen, der die vollgesabberte Tischdecke vor Augen, auch noch vor Begeisterung die Augen verdreht.
Geht es nach dem berühmten Gesellschafts-Lästerer Ephraim Kishon, alles andere als ein Ding der Unmöglichkeit. Kishon probiert's in seinem Stück "Zieh den Stecker raus, das Wasser siedet" allerdings nicht mit einer Tischdecke, sondern mit einem grotesken Möbelturm, der für den jungen brotlosen Künstler, der noch naiverweise daran glaubt, dass Kunst vielleicht etwas mit Können zu tun haben könnte, lediglich dazu dient, den Wasserkessel zur einzigen Steckdose an der Decke zu hieven.
Dann stolpert der berühmte Kunstkritiker Kaiman M. Kaschtan in Rafis trostlose Bude in Tel Aviv - und für Schlesinger nimmt das Verhängnis seinen Lauf.
Kaschtan ist von dem primitiven Turm begeistert und schwallt Schlesinger - und auch Sie, liebes Publikum - mit unsäglichem Interpretations-Müll zu. Doch Kaschtans Verbal-Wirr-warr hat in der internationalen Kunstszene allen Ernstes Gewicht. Schlesinger wird auf der Akademie für Malkunst in Paris eingeschult. Was in Paris alles geschieht - das wollen wir Ihnen heute noch nicht verraten.

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Erzengel flippern nicht  ( von Dario Fo )

Turbulent, Schlag auf Schlag und mit viel Witz bringt die "theatergruppe rhäzüns&bonaduz" das Stück "Erzengel flippern nicht" des Literatur-Nobelpreisträgers und Satirikers Dario Fo auf die Bühne. Trotz des gelegentlichen eingebetteten Irrwitzes des italienischen Autors, der damit Institutionen seines Landes auf den Arm nimmt, bleiben die grotesken Situationen verständlich und vor allem unterhaltend. Kein Wunder, dass in Italien einzelne seiner Stücke der Zensur zum Opfer fielen. Das nun unter der Regie von Georg Caminada inszenierte Stück erzählt einen Traum, dessen Grenzen zur Wirklichkeit nicht auszumachen sind.
In diesem erlebt der "Blonde", gespielt von Yuriko Caluori, seine besten Freunde, verkörpert durch Thomas Laubscher, Giuliano Manieri, Patrick Geeser, Christian Bearth und Riccardo Luzi in ganz verschiedenen Situationen und Rollen. Sie haben ihm die "rote" Frau Angela, verkörpert durch Martina Padrun, "gekauft". Trickreich verschafften sie sich das nötige Geld und die Verpflegung beim Konditor (Tibert Keller), der dann als orthodoxer Pope die Vermählung vollzieht. Die weiteren "vorübergehenden Damen", gespielt von den "Novizinnen" Reni Gansner und Andrea Truninger finden sich während des Traums ebenfalls in ganz anderen Rollen.
Die Darsteller setzen sich sowohl aus bestandenen Spieler, als auch aus Neulingen zusammen. Sie alle hatten harte Probeabende und ein Intensivwochenende bei einem italienischen "Trainer" in Poschiavo hinter sich, um diesem für die Spieler anspruchsvollen Stück gewachsen zu sein. Videoeinblendungen, ein anspruchsvoller Bühnenbau, ungewöhnliche Kostüme und eine passende Saalgestaltung runden diese mit Tanzeinlagen, Licht- und Toneffekten angereicherte, nicht alltägliche Produktion ab.

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Rente gut - alles gut  ( von Michael Cooney )

Dialektbearbeitung: Jörg Schneider

Kurt Bachmann brachte es nicht über's Herz seiner Frau Nelly zu gestehen, dass er vor zwei Jahren seinen Job verloren hat. Sein ebenfalls arbeitsloser Untermieter wandert nach Kanada aus, und durch einen Irrtum auf dem Amt wird dessen Arbeitslosenunterstützung weiter ausbezahlt und von Kurt Bachmann kassiert. In der Folge erfindet er Dutzende von hilfsbedürftigen Hausbewohnern, für welche er Renten und Unterstützungsbeiträge ergaunert. Er beantragt und erhält AHV, IV Zusatzleistungen für das Existenzminimum, Taggeld, Mietzinsunterstützung, Reha-Massnahmen und Kleinkinder-erziehungsbeiträge. Als dann eines Tages ein Prüfungsbeamter vor der Türe steht, beginnt eine aberwitzige Verwechslungs- und Verwandlungskomödie, an deren Ende eine Überrraschung für das nicht mehr erwartete Happy-End sorgt. Mitten aus dem Leben gegriffen lassen Wortspiele und verrückte Situationen dieses Stückes kein Auge trocken.

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Kellergeflüster  ( von Paul Thomet und Renate Urfer )

In einem schummrigen Keller begegnen einander immer wieder die Bewohner des darüber stehenden Hauses. Irma, die Verlobte des verstorbenen Philip Horn, dessen Bild im Keller hängt, ist seit einigen Tagen verschwunden. Eine Mitbewohnerin des Hauses will heimlich mit Irma aufklären, auf welche Art Philip ums Leben gekommen ist. Nora Schmiedheini bringt es mit Esoterik fertig, die Menschen des Hauses so zu "öffnen", dass jeder jedem misstraut, da alle irgendwie Dreck am Stecken haben. Bei einer zweiten esoterischen Sitzung wird eine weitere Person ermordet. Unter der Gesprächsführung des Verkehrspolizisten werden die Täter beider Morde ermittelt. Der Plan der beiden Frauen gelingt.

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Foraminifere  ( von von Alexander Müller-Elmau )

Graubünden, das Jahr 1812. Ein schummriger Raum, ein Loch in seiner Mitte, tote Krähen liegen herum. Menschen sitzen dort, gekleidet in verfaulende Gewänder. Sie schwitzen, haben geschwollene Bäuche.

Endzeit, die Gewissheit des Untergangs. Gespräche über den Zustand der Welt, reduziert, verknappt, verdichtet, wie der Raum, in den immer wieder tote Krähen stürzen. Den Menschen bleibt der Furz: die Blähung schafft für Momente das Identisch-sein mit sich selbst.

Vorübergehend, gerade so lange, bis die nächste Krähe fällt: Dann ist es wieder wie es ist. Erwartet wird nichts mehr, erfahren wird nichts mehr. Was bleibt, ist die Gewissheit der Endzeit.

Foraminifere ist eine sehr theatralische, teilweise sehr komische Endzeitvision, die ihre Vorbilder nicht leugnet, jedoch ihre Eigenständigkeit bewahrt hat. Der Text beschwört eine klaustrophobische Enge und eine Atmosphäre (Zeit und Ortsangabe sind willkürlich), der man sich nur schwer entziehen kann. Auch die Sprache erinnert in ihrer Begrenztheit an die Enge der Situation, einer Litanei ähnlich, die sich bis zur sakralen Repetition steigert.

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Black Comedy  ( von Peter Shaffner )

Dialektbearbeitung: Benjamin Scherer

Wie beeindruckt der Künstler Brindsley Miller seinen Schwiegervater in spe? Er räumt kurzerhand die Wohnung des verreisten Nachbarn leer. Aber was passiert, wenn plötzlich ein Kurzschluss dazwischenfunkt? Wenn alle im Dunkeln tappen, werden aus Träumen Schäume. Und bis den Beteiligten das Licht wieder aufgeht, nehmen Möbel und Geschehnisse einen ganz eigenen Lauf ...

Das Stück gewinnt seine Komik nicht nur aus der aberwitzigen Grundsituation und seinen Verwicklungen, sondern vor allem durch einen grandiosen Einfall: Shaffer vertauscht Licht und Dunkel. Immer, wenn im Stück Dunkelheit herrscht, ist die Bühne hell erleuchtet. Sie verdunkelt sich nur, sobald irgendeine Lichtquelle zum Einsatz kommt. Sie stolpern, stürzen und stossen sich an. Andererseits halten sie sich für unsichtbar und verhalten sich völlig ungehemmt, so, als wären sie unbeobachtet. Shaffer variiert das traditionsreiche Spiel um Schein und Sein und deutet einige der Abgründe an, die offenbar würden, wenn in bestimmten Situationen Licht gebracht würde.

Mit „Black Comedy“ ist ein Abend voller slapstickartiger Situationskomik garantiert.

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Sin letschta Wunsch  ( von Roland Moser )

Lina lädt zum Leichenmahl ihres verstorbenen Mannes August ein. Natürlich trifft die ganze Verwandschaft im Gourmettempel ein, wo ein pompöses Essen in fünf Gängen aufgetragen wird. Schon von Anfang an ist klar spürbar, dass Lina nie von den Ackermann’s als Familienmitglied akzeptiert wurde und trotzdem erwartet jeder oder besser gesagt jede, Anrecht auf ein „saftiges" Stück Erbanteil zu haben. Das Leichenmahl als solches wird zur Nebensache. Erbschleicherei, Streitereien, Bigotterie, Greenpeace, usw. sind viel wichtiger für die Ackermann’s. Keine menschliche Schwäche fehlt in dieser „sympathischen" Familie. Lina schafft es jedoch ganz gezielt, dass bis am Ende des Leichenmahls Schritt für Schritt all diese Schwächen ans Tageslicht kommen. Zum krönenden Abschluss kann sie dann noch den letzten Wunsch von August äussern. Was kann sich August wohl gewünscht haben ? 

Etwas Besonderes:

Diesmal führten wir unser Theaterstück in der Firma Hamilton Bonaduz AG auf, die Präzisionsinstrumente herstellt und zudem eine ausgezeichnete Kantine unter der Leitung von Ruedi Baumgartner führt. Ihn und seine Mannschaft konnten wir mitengagieren, damit unsere Gäste kulinarisch verwöhnt wurden. Für den kulturellen Teil waren dann wir verantwortlich mit dem Stück „Sin letschta Wunsch" unter der Regie von Georg Caminada. Ein lang gehegter Wunsch, einen Theaterabend einmal ganz anders zu gestalten, ging somit endlich in Erfüllung!

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Kliibürgerhochziit  ( von Bertolt Brecht )

Dialektbearbeitung: Theatergruppe Rhäzüns/Bonaduz

Eine Hochzeit ist der Schauplatz dieser kurzen Geschichte in der neun verschiedene Menschen sich begegnen. Anfänglich ist die Stimmung noch intakt. Vom Vater der Braut wird krampfhaft der Versuch unternommen mit Familiengeschichten eine noch bessere Stimmung zu erzeugen. Mit jeder neuen Geschichte, Hochzeitsrede sowie dem traditionellen Hochzeitstanz zerbröckelt die Stimmung. Auch die stolz präsentierten und selbstangefertigten Möbel halten den verschiedenen Bosheiten nicht stand. Während die Stimmung am Tiefpunkt angelangt ist, die Gäste sich gebührend verabschiedet haben, machen Braut und Bräutigam sich gegenseitig bittere Vorwürfe. Doch mit Hilfe des Alkohols wird die Stimmung nochmals aufgefangen, denn schliesslich ist Hochzeitsnacht ...

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"D's Ribisa"  ( von Barillet und Grédy )

Originaltitel „Du bist ein Biest"

Deutsche Übersetzung: Charles Regnier

Die Komödie spielt im Garten der Familie Bruckner. Alexis Bruckner, ein begnadeter Cellist, und seine Nachbarn haben es nicht leicht mit Marion Bruckner, seiner Ehefrau. Marion ist eine Frau, die kein Blatt vor den Mund nimmt und es somit schafft, Mann und Nachbarschaft immer wieder aufs Neue zur Raserei zu bringen. Als sich dann Pauline, eine junge hübsche Journalistin in das Leben der Bruckners einschleicht, wittert Marion bald den Feind und versucht es nach einem Spitalaufenthalt mit einer ganz neuen Taktik. Wird sie es schaffen, ihren Ehemann nicht an Pauline zu verlieren?

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Bezahlt wird nicht!  ( von Dario Fo )

Originaltitel: Non si paga, non si paga !

„Es reicht nicht mehr aus, nur zu streiken" sagen die Arbeiter „in gewisser Weise machst Du den Unternehmern noch einen Gefallen, weil dann die Ausgleichskasse bezahlen muss, und deshalb musst Du ihn bei den Waren treffen."

Die Arbeiter reagierten - mit eigenmächtiger Herabsetzung der Preise für Strom, Gas, Miete und verschiedenen Gebrauchsgüter - und Antonia führt alle mit ihrem riesigen Repertoire an erfundenen Geschichten in die unmöglichsten Situationen, aus denen sie sich mit neuen Geschichten wieder befreien muss.

Die Geschichte erzählt von zwei Arbeiterfamilien, die sich abquälen und kämpfen, wobei sie die Waffe des sogenannten „zivilen Ungehorsams"

gebrauchen. Die Triebfeder, der Schlüssel zum Ganzen, ist der Hunger. Um das Problem des Appetits zu lösen, versucht es jeder zunächst für sich auf eigene Weise, um dann das Bedürfnis zu verspüren, gemeinsam zu agieren, sich zu organisieren und vereint zu kämpfen, um mehr zu erreichen als das blosse Überleben, nämlich wahrhaft und als zufriedener Mensch zu leben.

Über das Stück:

Das Stück wurde 1974 vom colletivo teatrale la comune aufgeführt. Eine Komödie aus Situationen des italienischen Alltags in dieser Zeit. Die Phantasie liess man beim Schreiben dieses Stücks bis zum Exzess spielen.

Als die Komödie geschrieben wurde, sprach man von einer unmittelbar bevorstehenden Krise, von zu erwartenden Kämpfen der Arbeiterklassen gegen die hohen Lebenshaltungskosten, von ganzen Fabriken, die kurzarbeiten gingen.

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Der Diener zweier Herren  ( von Carlo Goldoni )

Florindo, ein Turiner Edelmann, ist nach Venedig geflohen, nachdem er zu unrecht beschuldigt wurde Federico, den Bruder seiner Geliebten Beatrice, im Duell getötet zu haben. Beatrice reist ihm in Männerverkleidung unter dem Namen ihres Bruders nach und steigt mit ihrem Diener Truffaldino zufällig im gleichen Gasthof wie Florindo ab. Truffaldino ist es, der ohne von der Liaison der beide zu ahnen, deren Zusammentreffen erfolgreich verhindert.

Da er sich von Beatrice alias Federico schlecht bezahlt sieht, und ansonsten in seiner existentiellen Bedürftigkeit bloss ans Essen denkt, tritt er auch in die Dienste Florindos, ohne von seinem anderen Dienstverhältnis zu erzählen. Truffaldino verwickelt sich dabei in die haarsträubendsten Situationen, in denen es ihm freilich immer wieder gelingt, durch mitunter recht dreisten Lügen von seiner Doppeldienerschaft nicht nur abzulenken, sondern auch den Weg der beiden sich Suchenden zueinander eine geraume Zeit zu verbauen. Obschon er Briefe der beiden miteinander verwechselt, sogar beiden gleichzeitig aufzuwarten hat, ist es seine dumme Schlauheit, die ihn lange unentdeckt lässt.

Über das Stück:

Goldoni schrieb diese Komödie 1743 auf Wunsch des berühmtesten Arlecchino-Darstellers seiner Zeit, Antonio Sacchi. Dieser lieferte ihm auch die Vorlage, die einer 1718 entstandenen Komödie von Jean Pierre des Ours de Mandajors entstammt. Wie es der commedia dell’arte entsprach stellte Goldoni nur das Gerüst der Handlung bereit. Sache der Schauspieler war es dann, mittels Improvisation den Handlungsrahmen mit Leben zu füllen. Im Nachhinein fixierte Goldoni dann diese Komödie schriftlich. Damit hat sie den ursprünglichen Charakter der Stegreifkomödie zwar verloren, wäre aber nicht so erhalten geblieben, wie sie uns auf dem Theater begegnet.

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Der nackte Wahnsinn  ( von Michael Frayn )

Eine drittklassige englische Theatergruppe probt das Stück „Nothing On" eines gewissen Martin Housemonger. In jedem der drei Akte von Frayns Farce wird jeweils immer der erste Akt der Housemonger-Klamotte vorgeführt: einmal im „Grand Theatre" von Weston-Super-Mare als Generalprobe, dann im „Theatre Royal" in Goole bei einer Rentner-Vorstellung und schliesslich im Stadttheater von Stockton-on-Tees, zwei Monate nach der Premiere. Von Anfang an steht das Unternehmen Noting On unter keinem guten Stern. Bei der Generalprobe funktionieren die Türen des Bühnenbildes nicht, aus denen es vor allem besteht. Die Darsteller kämpfen permanent mit ihren Requisiten, und dieser Überlebenskampf der Schauspieler stellt sich dem Zuschauer als aus der Tücke des Objekts geborener Slapstick dar. Das gesamte Ensemble wird von der Angst verfolgt, dass sich in seiner geordneten Welt aus gelerntem Text und einstudierter Rolle das Chaos breitmacht. Und genau das passiert. Die hektische Anspannung auf der Bühne kontrastiert Frayn mit dem abwechselnd fatalistischen und zynischen Regisseur des Stückes, Lloyd Dallas. Immer wieder unterbricht der die laufende Probe mit Anweisungen und Korrekturen aus dem Zuschauerraum.

Im zweiten Akt präsentiert sich das Bühnenbild, um 180 Grad gedreht, von der Rückseite. Während das Kurpublikum im „Theatre Royal" der Vorstellung von „Nothing On" bewohnt, wird der Zuschauer Zeuge der privaten Probleme, Aggressionen und Eifersüchteleien zwischen den Mitgliedern des Ensembles. Die menschlichen Dramen hinter den Kulissen, die Racheakte der Schauspieler untereinander führen zu Pannen, in denen sich dem Zuschauer die katastrophalen Folgen für die Figuren auf der Bühne ankündigen. Sie folgen auch prompt - als erwartete Geräusche von der abgewandten Seite des Bühnenbildes, oder in Gestalt lädierter Mimen, die sich mit dem Abgang retten.

Der dritte Akt, nun wieder im regulären Bühnenbild, zeigt, was aus der Inszenierung von „Nothing On" nach zweimonatiger Laufzeit geworden ist: die Aufführung ist bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt, die Schauspieler suchen ihr Heil in der Improvisation. Das ganze Geschehen - der private Kleinkrieg und der völlig desolate Handlungsablauf von „Nothing On" - schaukeln sich gegenseitig hoch. Bald weiss keiner der Akteure mehr zwischen Spiel und Wirklichkeit zu unterscheiden.

Frayns Figur sitzt die Angst im Nacken, dass das Ungelernte, das Unprobierte die Oberhand gewinnt. In ihrer Not folgen sie durchaus logischen und in sich stimmungsvollen Verhaltensmustern, die sie aber nur tiefer ins Chaos stürzen. Darin liegt die unwiderstehliche Komik des Stücks.

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animal farm  ( von George Orwell )

Der trunksüchtige Farmer Jones vernachlässigt Farm und Tiere. In der Not vereinigen sich alle Tiere der Farm und planen den Aufstand. Nicht ohne eine gemeinsame Ideologie, den „Animalismus", zu entwickeln. Als intelligenteste Tiere auf der Farm, übernehmen die Schweine die Führung. Eines Tages, überraschend für alle, lehnen sich die Tiere gegen Jones auf und vertreiben ihn von der Farm.

Zaghafte erste demokratische Abstimmungen werden durchgeführt, Regeln zum Animalismus aufgestellt, Versammlungen abgehalten. Es wird neu geplant, gearbeitet, gesät, geerntet. Alles zum Wohl der Tiere.

Der Kampf um die uneingeschränkte Macht lässt nicht lange auf sich warten. Die Macht wird von einer kleinen Gruppe von Schweinen übernommen und alle Mittel wie Intrigen, Lügen, Zusammenarbeit mit dem früheren Feind, dem Menschen, sind für die Machtentfaltung recht.

Die grosse Idee des Animalismus verkommt langsam zu wenigen Phrasen, die am Schluss noch in einem einzigen Satz existiert.

„Alle Tiere sind gleich, aber manche sind gleicher als die anderen!"

Über das Stück:

Animal Farm ist eigentlich kein Theaterstück. Die Fabel mit historischem Hintergrund ist heute von der Geschichte bereits überholt. Etwas gleiches wie damals, könnte uns heute nicht mehr passieren !?

Animal Farm, dessen historischer Hintergrund die russische Revolution mit allen bekannten Protagonisten ist, kann sich heute und überall abspielen. Die von George Orwell aufgezeigten Verhältnisse sind dort möglich, wo sich Macht und somit auch Ohnmacht entfalten kann. Animal Farm ist also sicher nicht von der Geschichte überholt.

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Der Tag, an dem der Papst gekidnappt wurde  ( von Joao Bethencourt )

Deutsche Bearbeitung: Wolfgang Spier

New York ist der Höhepunkt einer langen und anstrengenden Reise, die den Papst Albert IV in mehrere Hauptstädte des amerikanischen Kontinents geführt hat. Seine Heiligkeit plant jetzt eine wohlverdiente Ruhepause von zwei Tagen. Durch die Hintertüre des Hotels will der Papst unerkannt das nahegelegene Karmeliterkloster aufsuchen. Am Leibowitz’s Taxi soll ...

Sam: „Da sass der Papst. Jetzt sitzt er hier."

Sara: „Aber was soll er hier? Warum hast Du den Papst gekidnappt?"

Sam: „Die Gelegenheit war günstig."

Sara: „Entführst Du jeden, der in Dein Taxi steigt und einen Akzent spricht?"

Sam: „Nein, nur Päpste."

Das war wohl das naheliegendste Argument, warum der Papst gekidnappt wurde. Dann wäre da noch die Geschichte mit dem Lösegeld.

Irving: „Papa, was ist mit dem Lösegeld?"

Sam: „Über so was spricht man nicht beim Essen."

Miriam: „Er tat es nur, um Herrn Papst zu provozieren."

Irving: „Man sagt „seine Heiligkeit"."

Miriam: „Erst lässt Du Dich lang und breit darüber aus, wieviel Geld der Vatikan hat,
  und fünf Minuten später sprichst Du über’s Lösegeld."

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Kinder der Landstrasse  ( von Mariella Mehr )

Die unbewältigte Vergangenheit eines trüben Kapitels neuerer Sozialgeschichte wird in diesem Stück beschrieben. Xenos, eine junge Mutter, gehört zur zweiten Generation der von dem Pro Juventute-Hilfswerk erfassten jenischen Kinder. Xenos wird bedrängt, ihr Kind zur Adoption freizugeben. Lange Zeit hält sie dem Druck, dem sie ausgesetzt wird, stand. Von der wahren Not der jungen Mutter will jedoch niemand etwas wissen. Die Ambivalenz zum Kind, die Hass- und Schuldgefühle bleiben den Beteiligten verborgen. Statt ihr zu helfen, treibt man sie in die Enge. Xenos, gebrochen durch den langen Kampf, kapituliert.

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Der weisse Kranich  ( von Schwegler )

Eine schottische Ballade, gespielt in den alten Mauern des Glenmoor-Castle.

Zusammen mit zwei seiner Zeitgenossen spukt der sagenumwobene Schriftsteller und Dichter „Der weisse Kranich" im Schloss umher. Er versucht, seine zu Lebzeiten nicht ausgetragenen Konflikte, durch die heute dort lebenden Personen zu lösen. Gleichzeitig sucht ein Professorenteam das Geheimnis um die Identität des weissen Kranichs zu lüften.

Werden die Probleme aus alter Zeit gelöst?

Wer war der weisse Kranich wirklich?

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Mensch, Tüfel nomol  ( von Robert Lamoureux )

Originaltitel „Diable-d’homme"

Deutsche Übersetzung: Jürgen Wüffler

Diese Komödie spielt in einem Personalvermittlungsbüro wie z.B. bei uns „ADIA". Die Spezialitäten des Hauses ist jedoch das Ausleihen von Sekretärinnen, die älter sind als 50 Jahre. Während sich die Chefin auf einer Vortragsreise für die Würde der Frau, durch Amerika befindet, werden ihre Mitarbeiterinnen anderweitig auf charmante Art und Weise zu Untaten verführt. Dass hier natürlich auch der Teufel die Hand im Spiel hat, verrät bereits der Titel.

Ob ihm die Verführung wohl gelingt?

Stellvertretend für die Skeptiker fragen wir gemeinsam mit dem mitspielenden Schriftsteller: „Allai gega füf Fraua ... schaffend Sie das?"

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Das liederliche Kleeblatt  ( von Joh. Nepomuk Nestroy )

Nach dem Bühnenstück „Der böse Geist Lumpazivagabundus oder das liederliche Kleeblatt"

Drei lockere Gesellen werden von Amorosa der Liebesgöttin und Lumpazivagabundus (Beherrscher des lustigen Elends) unter ihre Fittiche genommen. Durch Festsetzen einer Bedingung sollen die Drei dem zugesprochen werden, der mindestens zwei der Gesellen auf seine Seite bringt.

Während Amorosa die Drei mit Liebe überschütten will, versucht Lumpazi sich der Drei durch viel Geld zu bemächtigen.

Über das Stück

Es existieren als Dialektfassung mindestens drei verschiedene Stücke des Lumpazivagabundus. Das Originalstück und teilweise auch die Übersetzung haben alle den gleichen Nachteil, sie sind sehr lange und benötigen sehr viele Personen. Also wurde beschlossen, das Stück soweit zu bearbeiten, dass es mit einer Personenzahl sowie mit einer Aufführungsdauer, wie sie auch für eine Dorfbühne noch erträglich ist, auskommt. Auch sollte die Epoche in der das Originalstück spielt, beibehalten werden. Die Elemente Tanz und Gesang in Kombination mit Spiel und Text sind für unsere Theatergruppe neu.

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An arma Millionär  ( von Joh. Nepomuk Nestroy )

Allzuviel über den Inhalt sei nicht verraten, doch dies sei gesagt:

Ludwig Wohlleb, verwöhnter und steinreicher Millionär kann dem Leben keine Freude abgewinnen. Erst nachdem er in einem Streit in den See fällt und alle Welt glaubt, er sei tot, merkt er, dass das Leben doch sehr lebens- und liebenswert ist. Doch nun ist es zu spät, oder doch nicht?

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Der eingebildete Kranke  ( von Molière )

Das Stück handelt vom Hypochonder Argan, der sich nur einbildet krank zu sein. So zieht er diverse Ärzte zu Rate, die die einzigen sind, die ihm seine eingebildete Krankheit abnehmen und ihn in dieser unterstützen. Geduldig befolgt er alle Anordnungen seines Arztes und führt sie genauestens aus. Dem Arzt selbst kommt dieser Umstand sehr gelegen und er verschreibt Herrn Argan überflüssige Behandlungen gegen überteuerte Rechnungen. Argan hingegen möchte, natürlich auch aus eigennützigen Motiven, dass seine Tochter Angélique den Thomas Diafoirus, den Sohn eines Arztes heiratet. Angélique ist jedoch in Cleante verliebt.

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Der Schaukelstuhl  ( von Walter Schultheiss )

Hauptakteur des Stückes ist ein Schaukelstuhl, der in der Wohnung der Familie Büchler keinen Platz mehr hat. Er zeigt jedoch eine geradezu bösartige Anhänglichkeit „seiner" Familie gegenüber ...

Vielleicht geht es hier aber trotzdem nicht um ein Möbelstück, vielleicht will diese Familie mehr loswerden, als den eigentlich harmlosen Schaukelstuhl. Ist es ein Familienproblem, ein Zwist, eine bestimmte Person?

Die Handlung spielt irgend- und nirgendwo. Ähnlichkeiten mit lebenden Personen und Institutionen sind zufällig, aber vom Autor durchaus beabsichtigt.

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A Stuba voll Maitla  ( von Josef Brun )

Das drei hübsche Töchter auch ein Trumpf im Ärmel sein können, muss Mutter Emma erst noch lernen. Vater Jacob scheint das noch eher begriffen zu haben. „E Stube voll Meitli" ist allemal gut, denn sie halten unerwünschte Besucher fern, die ihn bei der Schwarz-Fischerei stören würden.

Da ist einmal der gewissenhafte Polizist Möckli und der lebenslustige Betreibungsbeamte Zumbach, zwei Freunde. Beide Hobbyfischer, aber mit Patent. Weiter die eingebildete Nachbarin und ihr Sohn Toneli, der nicht gerade das Schwarzpulver erfunden zu haben scheint. Und dann die geschwätzige Hausiererin Miggeli, welche für die rasche Verbreitung aller Nachrichten besorgt ist.

Zum Glück ist Doktor von Rotz ein weiser Mann, der alles wieder in Ordnung bringt.

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Und z’oberscht wohnend z’Ängels  ( von Jens Exler )

Dialektbearbeitung: Arthur Brenner

Das Stück spielt in einem Miethaus. Was sich dort so zwischen den Etagen abspielt, was sich treppauf, treppab ereignet, was getuschelt und hinter vorgehaltener Hand gemunkelt wird, ist nicht nur heiteres Bühnengeschehen, sondern es hat den Vorzug, mitten aus dem Leben gegriffen zu sein. Dem Hausmeister und manchem Mieter wird das Leben schwer gemacht durch unerklärliche Vorkommnisse, Und doch über allem thronen - über alles erhaben - die Schwestern Engels, die untadeligen Bewohner des Dachgeschosses.

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